Talentenförderungsprogramm

Das Arany-János-Talentenförderungsprogramm schafft seit 25 Jahren Chancen für sozial benachteiligte Kinder, ein Gymnasium zu besuchen und mithilfe des Lernens ihre Talente zu entfalten, ihre Zukunftsvorstellungen frei zu gestalten und mit bewusster Motivation ihre Lebenswege neu zu schreiben. Im staatlich geförderten Programm leben die Schüler/innen fern von ihren Familien im Internat. Neben der Unterstützung beim Lernen fördert dies ihre Selbstständigkeit, stärkt ihre Selbstkenntnis nachhaltig und hilft ihnen, die für die gesellschaftliche Integration notwendigen Kompetenzen zu erwerben.

Talentenförderungsprogramm

Das Arany-János-Talentenförderungsprogramm schafft seit 25 Jahren Chancen für sozial benachteiligte Kinder, ein Gymnasium zu besuchen und mithilfe des Lernens ihre Talente zu entfalten, ihre Zukunftsvorstellungen frei zu gestalten und mit bewusster Motivation ihre Lebenswege neu zu schreiben. Im staatlich geförderten Programm leben die Schüler/innen fern von ihren Familien im Internat. Neben der Unterstützung beim Lernen fördert dies ihre Selbstständigkeit, stärkt ihre Selbstkenntnis nachhaltig und hilft ihnen, die für die gesellschaftliche Integration notwendigen Kompetenzen zu erwerben.

Das Arany-János-Begabtenförderungsprogramm ist ein seit 25 Jahren bestehendes Chancengeber- Programm, das Kindern aus benachteiligten Verhältnissen und Schülern aus strukturschwachen Regionen die Möglichkeit bietet, ihr Leben und Schicksal mithilfe von Bildung zu verändern. Es handelt sich um ein staatlich gefördertes Programm, bei dem die Schüler an den besten Gymnasien der Komitate unterrichtet werden und gleichzeitig im Internat wohnen. So trägt das Internatsleben neben der Unterstützung beim Lernen auch wesentlich zur Persönlichkeitsentwicklung, zur Förderung weiterer (z. B. künstlerischer) Talente der Schüler bei.

Die staatliche Förderung des Programms brachte in den Anfangsjahren herausragende Innovationen für die AJTP-Schüler: Sprachprüfungen, Führerschein, ECDL Zertifikate konnten zusätzlich zum Abitur Vorteile auf dem Arbeitsmarkt bringen – entweder direkt nach dem Schulabschluss oder, gemäß den Zielen des Programms, vor allem nach dem Studium. Die Schüler konnten neben dem Lernen an zahlreichen Wettbewerben teilnehmen und sich messen. Besonders erwartete Ereignisse waren jedoch die großen Auslandsreisen: Ehemalige Schüler konnten so die Überreste der antiken Geschichte live erleben. Dabei konnten sie ihre Fähigkeiten in der Praxis ausprobieren – etwa Fremdsprachenkommunikation, Problemlösung, Empathie, Toleranz, Offenheit und Ähnliches. Die Sprachreise nach England, bei der die Schüler bei Gastfamilien wohnten, war ein enormer Mehrwert: Sie stärkte nicht nur die Sprachkenntnisse und die Motivation zum Sprachenlernen, sondern auch ihr Selbstbewusstsein und ihre Sicherheit im Auftreten. Auch wenn die Möglichkeiten inzwischen immer begrenzter sind, gibt es im Internatsprogramm noch sogenannte „Binnable- Wochenenden“, die jedoch meist nur eine größere Reise pro Jahr in nahegelegene Nachbarländer ermöglichen – und selbst das nicht für jede Klasse.

Leider hat sich die staatliche Förderung seit 2012 nicht erhöht, sodass viele Angebote, die nicht automatisch den Schülern zustanden, wegfielen: die Teilnahme an Wettbewerben (außer online), kulturelle Programme, sogenannte Belohnungsreisen zur Motivation mussten aus dem Plan gestrichen werden – der Fokus liegt fast ausschließlich auf der Grundversorgung. So werden unsere Schüler zunehmend weniger zu aktiv weltoffenen Erwachsenen – diese Erfahrungen sind für sie fast nur noch in der digitalen/virtuellen Welt zugänglich. Seit 2019 erreichen Klassen leider nicht mehr England, maximal 2–3 Schüler reisen auf eigene Kosten.

Bei den heutigen Generationen, insbesondere bei Schülern aus benachteiligtem Umfeld, wird es zunehmend schwieriger, Motivation zu wecken, aufrechtzuerhalten und sie zu größeren Veränderungen zu inspirieren. Solche Möglichkeiten und Reisen würden den Schülern durch Erlebnisse kurz- und langfristige Ergebnisse, Ziele und besondere Chancen eröffnen – etwas, das für „bürgerliche“ oder städtische Schüler fast alltäglich ist: den Balaton besuchen, das Meer sehen, einen hohen Berg erklimmen, Wasserfälle und Höhlen erkunden, Kirchen besichtigen, Geschichte, Kultur, Gastronomie und Alltag erleben.